Filmstile – Teil 3: Qualität aus dem Hochpreissegment

Die Presets von Mastin Labs werben mit besonderer Korrektheit der Filmsimulation. Dafür muss der Kunde tief in die Tasche greifen. Jedes Pack kostet 99 Euro, enthalten sind je drei Varianten der Filmtypen Kodak Portra oder Fuji Pro. Die Pusch-Versionen werden in eigenen Paketen verkauft. Dazu kommen im Ilford-Pack die Filmemulationen Pan F, HP5 und Delta 3200.

Ein teures Vergnügen. Doch die Qualität der Vorgaben kann sich sehen lassen. Generell wirken diese Presets etwas brillanter und gesättigter als bei der Konkurrenz. Erreicht wird dies unter anderem durch drastische Korrekturen in den Grundeinstellungen. So ist etwa der Kontrastregler bei Portra und Fuji Pro fast bis zum Anschlag aufgedreht – kein Hexenwerk also und optisch durchaus attraktiv. Im Gegensatz dazu verzichten die Entwickler auf die Bearbeitung der Farbkanal-Kurven.

Lighroom Filmpresets

Der Look bei Mastinlabs erweist sich als etwas brillianter und gesättigter – wer das mag und den Preis zu zahlen bereit ist, wird hier fündig.Anstelle eines ausufernden Toolkits legt Mastin Labs einige wenige Anpassungsoptionen wie Höhen- und Tiefenkontrast, zwei Kornvarianten für 35mm und für Medium-Format-Film sowie das An- und Abschalten der Objektivkorrektur direkt in den Vorgabeordner. Dazu kommen noch Weißabgleichsvorgaben. Laut dem Hersteller ist die Idee dahinter, dass der Anwender mit einigen schnellen Klicks gute Resultate erzielen kann, ohne sich in den Detaileinstellungen verlieren zu müssen. Das Konzept geht auf. Eine Hochzeitsserie etwa wird so mit minimalem Aufwand mit einem qualitätvollen Bildlook versehen – solange einem dieser liegt.

Mastin Labs hat seine Presets nur für Kameras von Nikon, Canon, Sony und Fuji optimiert – meine Reise-OM-D von Olympus bleibt also leider außen vor. Jedes Pack kann auch mit Camera Raw verwendet werden. Praktisch sind auch die mitgelieferten Blog-Templates, mit denen sich in Lightroom Bildzusammenstellungen als JPG drucken und in Lightroom verwalten lassen.

Fotografie Lightroom Presets Vorgaben

Reduktion auf das Wesentliche in allen Bereichen. Man kann es aber auch übertreiben, wenn etwa die eigene Kameramarke nicht berücksichtigt wurde.

Die Presets arbeiten ab Lightroom 6 ohne eigenes Kameraprofil. Perfekt also, um die Bearbeitungen gut nachzuvollziehen. Die Zukunft startet aber gerade mit dem neuen Kodak Everyday Pack, das Versionen ab Lightroom 7.3 voraussetzt. Hier werden bereits die neuen Kameraprofile genutzt.

Mastin Labs bietet hier Film-Vorgaben mit hoher Qualität und guter Workflow-Eignung an, bewegt sich dabei aber im Hochpreissegment. Zugegeben, hier fehlen einige praktische Optionen und auch die Vielfalt an Filmtypen vermissen wir. Doch die Reduzierung auf das Wesentliche macht Sinn  und vereinfacht den Workflow bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards. So bleibt wieder mehr Zeit für das Fotografieren selbst.

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