Filmstile Teil 4 – VSCO Film und RNI All Film

VSCO – ein Klassiker mit Ablaufdatum

Mit den Presets von VSCO wurden Lightroom-Nutzer schon früh mit Filmemulationen versorgt. Allerdings nur bis jetzt.

Der Platzhirsch bietet sieben Pakete mit diversen Schwerpunkten zu je rund 60 Euro an. Die jeweiligen Filmtypen werden dabei immer in verschiedenen Varianten und Stärken ausgeliefert. Abgedeckt wird ein großer Teil der verfügbaren Filme, besonders interessant und sonst kaum zu finden sind einige Kunstlichtfilme im Sortiment.

Große Auswahl an Filmvarianten von VSCO aufgeteilt in sieben Paketen.

Die Vorgaben des beiliegenden Toolkits sind relativ umfangreich ausgefallen. Sie bieten subtile Anpassungsmöglichkeiten, wobei diese Effekte problemlos auch über die Lightroom-Einstellungen manuell angepasst werden könnten.

VSCO arbeitet mit eigenen Kameraprofilen zu jedem Filmtyp und zu jeder Kamera. Gleichzeitig spielt es Kurvenvorgaben ein – damit wird die Liste dieser Punktkurven beinahe bis zur Unübersichtlichkeit aufgebläht. Dafür kann der Tüftler auch einzelne Kurvenvarianten testen und eventuell unabhängig von den übrigen Einstellungen nutzen.

Diese Klassiker unter den Filmvorgaben sind nach wie vor bei der breiten Masse beliebt. Sie sind klug gestaltet und bieten einen großen Variantenreichtum an. Allerdings sollte man vorab eine Idee haben, in welche Richtung es gehen soll, denn ein Paket kostet ist nicht gerade billig

Groß ist jedenfalls die Verärgerung der Nutzer über die Ankündigung von VSCO, die Weiterentwicklung, den Vertrieb und den Support für seine Desktop-Presets per März 2019 gänzlich einzustellen. So mancher hat gutes Geld in die Vorgaben investiert und wird jetzt mit neuen Lightroom- und Kameraversionen im Regen stehen. VSCO setzt künftig ausschließlich auf mobile Geräte mit 20 Euro teurem Abovertrag. Schade drum, aber auch andere Entwickler haben schöne Töchter.

vsco.co

Breitgefächter Film-Querschnitt von RNI

RNI ist mit zwei Varianten auf dem Markt: Das abgespeckte „All Films – Lite“ mit einer kleineren Auswahl und das große Paket „All Films – Pro“. Dieses bietet einen umfangreichen Rundgang durch gängige Filmmaterialien aller Art. Vom Negativ- und Schwarzweiß-Film über den Dia- bis hin zu verschiedenen Sofortbild-Filmen hat die Pro-Version eine ganze Menge im Programm. Kostenpunkt für die Pro-Version: 164 US$ plus Mehrwertsteuer.

RNI kocht wie alle anderen auch nur mit Wasser, die Ergebnisse sind aber brauchbar und decken einen relativ großen Bereich ab. Außerdem bleiben die Entwickler am Ball, haben schon bald nach Erscheinen eine spezielle Version für das neue Lightroom CC herausgebracht und arbeiten auch Nutzern von Capture One mit Filmemulationen zu – das gibt einen Daumen nach oben.

http://reallyniceimages.com

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