Archiv der Kategorie: Fotografie

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Filmstile – VSCO stellt seine Desktop-Presets völlig ein

Ein herber Schlag für die Kunden von VSCO: Die Softwarefirma stellt mit 1. März 2019 seine Desktop-Presets völlig ein und wird sich nur noch auf mobile Apps konzentrieren. Zahlreiche treue Kunden der hochpreisigen Lightroom-Filmemulationen haben ihren Unmut entsprechend im Netz geäußert.

Zwar können die Presets weiterhin verwendet werden, neue Lightroom-Updates oder neue Kameramodelle werden allerdings nicht mehr untersützt. Damit sind auch die teuer erworbenen Vorgaben obsolet. Vetrieb, Support und jegliche Weiterenwicklung soll eingestellt werden. Die mobile App VSCO X kann auf Android- und iOS-Geräten verwendet werden und kostet im Abopreis 20 US$ im Jahr. Am Desktop wird VSCO Geschichte sein.

Grund genug also sich um andere Filmemulationen umzublicken. Einige Anbieter liefern ebenfalls gute Qualität und bleiben auch am Ball. Hier im Blog haben wir mit der „Filmstil“-Reihe einigen Vertreter unter die Haube geblickt und sind der Meinung: Wer braucht schon VSCO am Desktop!

 

Filmstile Teil 5: LUTs in Lightroom als Presets und Profile verwenden

Schon bisher arbeiteten manche Entwickler von Lightroom-Filmpresets auch mit Kameraprofilen. Mit den aktuellen Versionen von Camera Raw und Lightroom ab Buildnummer 7.3 tun sich jedoch völlig neue Möglichkeiten auf.  Denn in den neuen Profilen lassen sich Einstellungen aller Art einbauen. Damit können die Bildlooks und Filmstile direkt in das Profil eingebaut werden. Der Vorteil: Diese verändern nicht vorgenommen Einstellungen in Lightroom und können im Workflow problemlos auch nachträglich angewandt werden.

Lightroom LUT Presets Vorgaben Creator Profile

LUTs mit allen Möglichkeiten: Der 3D LUT Creator erzeugt sogar Lightroom-Profile und -Vorgaben aus den bearbeiteten LUT-Farbtabellen. Damit lassen sich diese problemlos auch direkt in Lighroom auf die RAW-Datei anwenden.

Zum Erstellen eigener Profile ist Camera Raw in einer aktuellen Version nötig. Der Clou dabei ist, dass auch die im Videobereich oft verwendeten 3D Lookup Tables (LUTs) in die Profile eingebettet und ausgespielt werden können. Diese LUTs enthalten Farbänderungs-Informationen, die für die Definition einzelner Bildlooks hauptverantwortlich sein können. Über den kleinen Umweg der Profile stehen diese jetzt auch in Lightroom zur Verfügung. Auf LUTs basierte Bildlooks lassen sich Eins-zu-Eins in Photoshop, in anderen Bildprogrammen oder in professionellen Videoanwendungen anwenden. Weiterlesen

Filmstile Teil 4 – VSCO Film und RNI All Film

VSCO – ein Klassiker mit Ablaufdatum

Mit den Presets von VSCO wurden Lightroom-Nutzer schon früh mit Filmemulationen versorgt. Allerdings nur bis jetzt.

Der Platzhirsch bietet sieben Pakete mit diversen Schwerpunkten zu je rund 60 Euro an. Die jeweiligen Filmtypen werden dabei immer in verschiedenen Varianten und Stärken ausgeliefert. Abgedeckt wird ein großer Teil der verfügbaren Filme, besonders interessant und sonst kaum zu finden sind einige Kunstlichtfilme im Sortiment.

Große Auswahl an Filmvarianten von VSCO aufgeteilt in sieben Paketen.

Die Vorgaben des beiliegenden Toolkits sind relativ umfangreich ausgefallen. Sie bieten subtile Anpassungsmöglichkeiten, wobei diese Effekte problemlos auch über die Lightroom-Einstellungen manuell angepasst werden könnten.

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Filmstile – Teil 3: Qualität aus dem Hochpreissegment

Die Presets von Mastin Labs werben mit besonderer Korrektheit der Filmsimulation. Dafür muss der Kunde tief in die Tasche greifen. Jedes Pack kostet 99 Euro, enthalten sind je drei Varianten der Filmtypen Kodak Portra oder Fuji Pro. Die Pusch-Versionen werden in eigenen Paketen verkauft. Dazu kommen im Ilford-Pack die Filmemulationen Pan F, HP5 und Delta 3200.

Ein teures Vergnügen. Doch die Qualität der Vorgaben kann sich sehen lassen. Generell wirken diese Presets etwas brillanter und gesättigter als bei der Konkurrenz. Erreicht wird dies unter anderem durch drastische Korrekturen in den Grundeinstellungen. So ist etwa der Kontrastregler bei Portra und Fuji Pro fast bis zum Anschlag aufgedreht – kein Hexenwerk also und optisch durchaus attraktiv. Im Gegensatz dazu verzichten die Entwickler auf die Bearbeitung der Farbkanal-Kurven.

Lighroom Filmpresets

Der Look bei Mastinlabs erweist sich als etwas brillianter und gesättigter – wer das mag und den Preis zu zahlen bereit ist, wird hier fündig.Anstelle eines ausufernden Toolkits legt Mastin Labs einige wenige Anpassungsoptionen wie Höhen- und Tiefenkontrast, zwei Kornvarianten für 35mm und für Medium-Format-Film sowie das An- und Abschalten der Objektivkorrektur direkt in den Vorgabeordner. Dazu kommen noch Weißabgleichsvorgaben. Laut dem Hersteller ist die Idee dahinter, dass der Anwender mit einigen schnellen Klicks gute Resultate erzielen kann, ohne sich in den Detaileinstellungen verlieren zu müssen. Das Konzept geht auf. Eine Hochzeitsserie etwa wird so mit minimalem Aufwand mit einem qualitätvollen Bildlook versehen – solange einem dieser liegt.

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Filmstile – Teil 2: Die Nate-Methode

In der Sphäre der kostenpflichtigen Film-Presets kennt sich Nate Johnson aus. Er hat mittlerweile nicht nur einige sehr nützliche Preset-Systeme erarbeitet, sondern stellt auch sein Expertenwissen in Sachen Film und Lightroom-Stile im Netz zur Verfügung. Dazu kommen absolut nützliche Tools wie Opal und das Film-Toolkit, die die Möglichkeiten in Lightroom erweitern.

Nate verkauft seine Film-Presets in Bundles von je zehn Filmtypen mit verschiedenen Stärke-Abstufungen. E-Chrome enthält moderne Negativ-Filme, darunter eine Portra-Version, Kodak Gold, Fuji Pro 400H oder eine Nachbildung im Agfa-Stil. Die K-Chromes haben sich auf kontrastreiche, gesättigte Dia-Filme spezialisiert und mit X-Chrome bietet Nate eine besondere, sehr spezielle Option der Schwarz-Weißbearbeitung in Lightroom an. Ein Starter Pack ist in einer Basisvariante sogar kostenlos verfügbar.

Runde Sache

Die Reduktion auf wenige, dafür hochwertige Filmtypen macht Sinn. Andere Anbieter versorgen den Kunden mit zahlreichen Filmen und Varianten, doch letztendlich wird sich der Anwender ohnehin auf einige wenige Favoriten beschränken. Bei Nate ist es eine konzentrierte, sinnvolle Palette an beliebten Filmtypen zu einem akzeptablen Preis. Zu bedenken ist, dass wie bei vielen anderen Film-Emulationen die Fotos oft kontrastreicher ausfallen und Details etwas verloren gehen.

Nate_EChrome_Screenshot Weiterlesen

Filmvorgaben – Teil 1: Lightroom mit Stil

Film-Presets in Lightroom sind beliebt. Vor allem im Anglo-Amerikanischen Raum haben sich einige Spezialisten etabliert, die analoges Filmmaterial gekonnt mittels Lightroom-Vorgaben nachbilden und damit einen großen Kundenpreis ansprechen. Mit Recht. Auch ich nutze seit kurzem das eine oder andere Preset als Ausgangspunkt und kann so meinen Bildlook in eine bestimmte Richtung lenken. Zeit also für eine Blog-Serie, in der ich die kleinen Helferlein auf den Prüfstand stelle und die Vor- und Nachteile beleuchte.

Bildbearbeitung ist natürlich nur ein kleiner Baustein der digitalen Fotografie. Auch wenn man diese nicht überbewerten sollte, spielt sie eine Rolle für den finalen Schliff und kann ein gelungenes Foto in ein Meisterwerk verwandeln. Lightroom hat sich für diesen Zweck mittlerweile zu einem mächtigen Werkzeug gemausert, das je nach individuellem Workflow auch Photoshop überflüssig macht. Bleibt man in Lightroom, erspart man sich vor allem in der Bearbeitung ganzer Fotoserien viel Zeit und Aufwand. Die Funktion der Vorgaben hilft dabei zusätzlich.

Titelbild Blogserie Nate Agfaesque

Nates EX03 Agfaesque Preset aus dem E-Chrome Paket: Vorher links, Nachher rechts.

Analoger Charme in Bits und Bytes

Warum aber schätzen viele Fotografen den Look analogen Filmmaterials immer noch so sehr, wenn doch die digitale Bildbearbeitung beinahe unbegrenzte Möglichkeiten bietet? Fakt ist, dass sowohl das digitale Bild als auch die Filmemulsion auf die Farben Rot, Grün und Blau basiert. Deren Zusammenspiel Weiterlesen